Kurzinterview zum 26. Aalener Jazzfest mit Ingo Hug (Mitgründer und künstlerischer Leiter)

Plakat: 26. Aalener Jazzfest (Ausschnitt)

Plakat: 26. Aalener Jazzfest (Ausschnitt)

Das Aalener Jazzfest besuche ich jetzt schon seit gut zwanzig Jahren regelmäßig – genauer gesagt seit 1995. Was als kleines, aber feines Festival mit ausgesuchten Künstlern anfing, hat sich schnell zu einer festen Größe in der überregionalen Musikszene entwickelt. In weiterhin intimem Rahmen kann man in der beschaulichen Stadt im Ostalbkreis bedeutende internationale Stars live erleben (übrigens nicht nur aus dem Jazzbereich). Viele gute Gründe also, einmal mit dem Künstlerischen Leiter und Mitbegründer Ingo Hug Kontakt aufzunehmen. 

Die größte Location, in der ich bislang war, war die Stadthalle mit einigen hundert Plätzen. Meist ist man aber wesentlich näher dran, was den besonderen Reiz ausmacht. Ich habe beim Aalener Jazzfest unter anderem schon Konzerte von Marcus Miller, Hiram Bullock, Dominic MIller (diverse Male, inkl. „Foto-Call“ bei einem Workshop in der örtlichen Musikschule, bei dem ich fast in Fan-Schockstarre verfallen bin, hahaha), die Mardi Gras Brass Band, Omar Hakin und Sinéad O’Connor besucht.

Aalener Jazzfest mit dem Triple: Magnus Lindgren, Curtis Stigers und Dominic Miller

Curtis Stigers in Karlsruhe (Foto: E. Reznicek, lebelieberlauter.de)

Dieses Jahr bin ich am 11.11.2017 bei einem waschechten Triple als Fotografin akkreditiert: Magnus Lindgren und Curtis Stigers treten jeweils mit der SWR Big Band auf, Dominic Miller mit bislang nicht näher benannten Gästen (diese können durchaus ebenfalls „Promis“ sein – bei seinem Clubgig 2008 in Aalen hatte er zum Beispiel Musiker von Level 42 dabei). Auch die Örtlichkeit ist mit dem Petite Bellevue eine ganz besondere, steht doch erstmals ein beheiztes Veranstaltungszelt mitten in der Innenstadt. Trotzdem kann man nur hoffen, dass es nicht schneit. Besonders bei Curtis-Stigers-Konzerten habe ich ja schon etliche Wetterkapriolen dieses Jahr mitgenommen. 🙂

Kurzinterview zum 26. Aalener Jazzfest mit Ingo Hug 

Im Vorfeld des 26. Aalener Jazzfest, das heute in die „heiße Phase“ geht und bis einschließlich 20.11.2017 Konzerte am laufenden Band bietet (Programm siehe hier), habe ich ein Kurzinterview mit Ingo Hug vom Verein Kunterbunt geführt. So sieht der künstlerische Leiter und Mitgründer des Festivals „sein“ Aalener Jazzfest:

Bild: INGO HUG (Foto-Credit: PR)

Ingo Hug vom Aalener Jazzfest (Foto-Credit: PR)

Elisa Reznicek: Das Aalener Jazzfest behauptet sich seit Jahren gegen Big Player wie die Jazzopen Stuttgart und das Enjoy Jazz in der Metropolregion Rhein-Neckar. Wie gelingt Ihnen das?

Ingo Hug: Wir machen das Aalener Jazzfest zum 26. Mal und haben über die Jahre ein eigenes, angemessenes Profil entwickelt.

Elisa Reznicek: Welt-Stars wie Dominic Miller und Marcus Miller kommen regelmäßig nach Aalen. Worauf gründet sich Ihre gute Beziehung? 

Ingo Hug: Natürlich bekommen diese Künstler oft deutlich höhere Gagen, aber wir kümmern uns gut um sie. So sind über die Jahre zum Teil auch tolle persönliche Kontakte entstanden, die schon oft dazu geführt haben, dass Künstler und Management entscheiden, wieder beim Aalener Jazzfest aufzutreten.

Elisa Reznicek: Was sind die Highlights in diesem Jahr? Warum sollte man sich das Aaler Jazzfest auf gar keinen Fall entgehen lassen?

Ingo Hug: Weil Marcus Miller, die SWR Big Band mit Curtis Stigers und der Gitarrist von Sting, Dominic Miller, in einem Zelt mitten auf der Strasse auftreten.

Elisa Reznicek: Sie werden am 12.11.2017 als Mitgründer und künstlerischer Leiter des Aalener Jazzfestes mit der Ehrenplakette in Silber der Stadt Aalen ausgezeichnet. Was bedeutet diese Ehrung für Sie persönlich, aber auch für die unzähligen ehrenamtlichen Helfer?

Ingo Hug: Mich persönlich freut die Wertschätzung des Gemeinderates gegenüber dem Aalener Jazzfest und allen, die daran beteiligt sind und waren. Dafür nehme ich dankbar als einer von allen die Ehrenplakette in Empfang!

Festival ist auch ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region

Doch nicht nur musikalisch ist das Aalener Jazzfest eine echte Marke. So vermeldet die Seite aalen-tourismus.de folgende beachtliche Zahlen: „Dem Wirtschafts- und Kulturstandort Aalen erbrachte das Aalener Jazzfest in 25 Jahren ca. 150.000 Zuschauer, ca 180.000 Übernachtungen, ca. 650 Bands, ca. 3.000 Musiker und näherungsweise 45 Millionen Euro durch Konsum, Steuern, Abgaben usw.“ Hört, hört!


Konzertfotos Dominic Miller, Sinéad O’Connor, Curtis Stigers: Elisa Reznicek, lebelieberlieberlauter.de
Foto Elisa und Dominic Miller: Bernd Reznicek, rezdesign
Aufmacherbild und Porträt Ingo Hug: Aalener Jazzfest kunterbunt e.V. / PR

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